Fertigbecken aus Polyester gehören beim Gartenpool zu den Klassikern: Sie kommen fix und fertig auf die Baustelle, kosten vergleichsweise wenig und lassen sich in wenigen Tagen einsetzen. Wer mit dieser Bauweise liebäugelt, sollte allerdings wissen, wo die Grenzen des Materials liegen.
Was für ein Polyesterbecken spricht
Die Oberfläche ist glatt und dadurch pflegeleicht, die Schalen werden im Werk vorgefertigt und stehen in vielen Formen und Maßen bereit. Für Bauherren, die zügig ans Ziel kommen wollen, ist das ein echtes Argument: Der Einbau dauert deutlich kürzer als bei einem gemauerten Becken.
Risiken und Nachteile
Der wunde Punkt heißt Osmose. Über die Jahre zieht Feuchtigkeit in den Schichtaufbau ein und löst Blasen aus. Leidet erst einmal die Dichtheit und die Festigkeit der Schale, wird es aufwendig: Solche Schäden lassen sich nur mit erheblichem Aufwand und entsprechend hohen Kosten sanieren.
Entsprechend begrenzt ist die Nutzungsdauer, sobald dieser Prozess einmal eingesetzt hat. Hinzu kommt die Umweltseite: Die Fertigung verschlingt viel Energie, und das Material lässt sich am Ende seines Lebens nur schlecht wiederverwerten.
Wer ein Becken für Jahrzehnte plant, sollte diese Punkte vor der Entscheidung durchrechnen, denn sie schlagen sowohl auf die Haltbarkeit als auch auf die Folgekosten durch.
Polypropylen als robustere Alternative
| Kriterium | Polyesterpool | Polypropylenpool (PP) |
|---|---|---|
Material | Polyesterharz | Polypropylen |
Osmoseanfälligkeit | Hoch | Sehr gering |
Lebensdauer | Eingeschränkt | Langfristig |
Reparatur | Komplex, teuer | Einfach, kostengünstig |
Umwelt | Schwer recycelbar | Besser recyclebar |
Montage | Schnell | Schnell |
Becken aus Polypropylen sind widerstandsfähiger und halten länger, weil dem Material Feuchtigkeit nichts anhaben kann; auch in der Ökobilanz schneidet es besser ab. Wer eine dauerhafte Lösung sucht, fährt damit in aller Regel besser.